Juli 17, 2007
schnitzelgalas
viel passiert ist in der zwischenzeit! es gab, muss ich sagen, zwei
herrliche schnitzelgalas, so schön und gross wie ein schnitzel, das
über den tellerrand schlappt, und das man nie vergisst, 15 jahre bar
und 30 jahre schwuz! leben hoch! und die kollegen! und auch die, die
alles tun, und mögen die theater nicht alle von betriebswirten
übernommen werden! hoch leben die ehemaligen sozialhelfer,
krankenschwestern, und selbstexkünstla, die uns heim, hort und suppen
hinknistern! danke.
bald geht es weiter, ich bin etwas verloren gegangen, mit der pilz
sucht eine frau, und endlich einem frontbericht der wunder von
rantum. und mein sommertip, kampf auf dem parkdeck, siehe frosttours,
hängende gärten auf einem parkhaus am kotti, und danach kann man noch
gut ausgehn.
adios ole,
corales
Mai 15, 2007
der garten
“ kooom in meinen gaaarten, wo wir einander erwaaarten “
so singt ein bischen schwülstig lys assia, und man spurt wilde glut im deutschen schlager berserkern, bohren und glimmen. Heimliche verbotene lüste;
ahhh, der garten; das paradies! Wo sich selbst irdische laster und leiden zurückverwandeln lassen in selbstvergessene lust; denn die schönheit des garten führt zur schönheit des zustandes der selbstvergessenheit, ein schritt zu auf das paradies.
Nirgendwo wandeln menschen so friedlich und zeitlupenartig durch raum und zeit, wie im botanischen garten. Im zoo wird herumgeschrien und geworfen, angeglotzt, an scheiben geklopft und eis gegessen; hier sitzen die menschen in grüppchen auf bänken oder in pavillions, fast zierlich, wie in mahler´s lied von der erde (mitten in dem kleinen teiche steht ein pavillion aus grünem und aus weissem porzellan…). es ist so kann man sagen eine eher stille ekstase.
In totale verzückung versetzt mich auch das geräusch eines rasensprengers im sommer; oder wasser sprüht aus einem gartenschlauch auf grossblättrige pflanzen, füh am morgen und abends, nach der hitze des tages. Der feuchte duft der luft und das plätschern des wassers auf die grünen glatten flächen der blätter.
Die japaner geraten in ekstase beim anblick von blühenden kirschbäumen, und ich auch. Wohl weil ich als baby oft unter einen kirschbaum gesetzt worden bin, und die blühten blätter fielen auf mich, wie ein sanftes überdimensionales duftendes zeitlupenschneegestöber.
Es gibt viele gärten; Es gibt gärten der lust, die vom aki kino am hauptbahnhof, liebespaare unter blühenden bäumen, zerwühlte betten; es gibt gärten der einsamkeit, des schmerzes, der traurigkeit, bizarre gärten; es gibt steingärten, felsengärten, die blühen wenn abends die sonne auf ihnen verglüht; steinblumen hab ich gesehen in Marseille am meer; es gibt die hängenden gärten, geheime gärten, märchengärten, voller duftender blumen in denen einen eine alte freundliche frau kämmt und man alles vergisst. Es gibt menschen unter blühenden bäumen in Bremen im frühling, an der mühle, die auf einmal anfangen zu springen, und zu tanzen, unter dem grossen blütendach. Es gibt riesige tulpenfelder, die rosengärten der traurigen Josephine Bonaparte; es gibt biergärten und die bedienungen mit ihren blumenbesteckten brustgärten. Es gibt kindergärten und kleingartenkolonien; bakterienkolonien (mit den kleinen gärtnern karies und baktus); es gibt die meeresgärten des Poseidon; und hausgärten, gemüsegärten,heil-, und kräutergärten und im haus, eisblumen an den fenstern und versteckte paradiese in tapetenmustern; die tomatenpflanzen von Manuela riva, die sie, selbst sehr dick und schön und fröhlich, in einem babydoll, im achten stock über einer schnellstrasse immer goss und besprach. Danach gab es immer nudeln in fett, und die tomaten gediehen prächtig, und wir auch und es war einer meiner garten eden.
Oder fast schon nirwana, im garten auf der wiese liegen, in den himmel blicken, ein Frisch aus der erde gezogenes radieschen dabei essen, und einfach daliegen. Eine freundin von mir sagt das war die schönste zeit in ihrem leben, als sie als küchenhilfe gearbeitet hat; da war ein kleiner garten dahinter, in den sie sich oft gelegt , auf die wiese, in den himmel gesehen und ein bischen gehantelt hat, dabei.
Wieviele gärten mag es geben, wieviele paradiese?
Selbst der tod hat seinen garten, wo er sich selbst vergessen kann, vielleicht einen bizarren garten, windspiele aus menschenknochen, oder vielleicht züchtet er ja auch rosen, apfelbäume, oder löwenmäulchen.
Gärten, das sind unsere letzten paradiese, und jeder kann seinen garten finden, oder sogar mehrere, er muss nur die pforte finden. Vielleicht ist die pforte ja der schmerz, und endlich dahinter der garten, vielleicht ist der garten aber auch der schmerz selber, veilleicht ist es das bett eines geliebten, eine ecke im parkhaus, eine eigenartig verkommene speisekammer, ein bizarr verschimmelter jogurt, oder auch nur eine hand, nasse ponys im regen, oder 3 radieschen, die man sät, beobachtet , und dann auf einer wiese liegend isst, oder bei offenem fenster an einer durchgangsstrasse; oder es isst der geruch von benzin an einer tankstelle oder erde unter den fingernägeln.
Ich denke jeder kann seinen garten finden, man öffnet eine kleine quietschende gartentür, und schon ist man da.
Hurrahurra
Wir stehen vor einem feld
Der endivie grünt, der kohl steht gut
Ich küsse dich und du küsst mich
Ein hase winkt
Ich liebe dich
Was kümmert uns die welt.
Ein maulwurf kocht ein tässchen tee,
Ich bin so froh wenn ich dich seh!
Hurrahurra
Wir stehen vor einem feld
Und ich weiss wo du bist, beginnt die welt
Der tod ist 1
Und wir sind 2
Und die ewigkeit beginnt bei 3
Und da wo du bist beginnt die welt
Wer niemand hat, der fällt und fällt
Hurra hurra
Wir stehen vor einem feld
Die welt ist ein garten,
Und mein garten ist die welt
Mai 8, 2007
bremen neustadt: der letzte pilz von neustadt sucht einen garten
aufgewachsen ist er in einer plattenbausiedlung, hat sich ernährt
vom kotmantel der zivilisation,bis ihn der pilz-dr. und tiersammler dr. klaus-jürgen grawe, dort
herausgrub; und ihn als letzten versuchte langsam zu einem
natürlichen und zugleich aufgeklärten modernen pilzleben zurückzuführen.
heute suchte der pilz einen garten, er zwang charmant, aber bestimmt
kinder in den ringeltanz, auf eine techno hey pipi langstrumpf
version, die dann aber auch dabei waren, aber wie!! und entdeckte
schliesslich eine kleingartensiedlung, in der er dann einen riesigen
teller echten kaiserschmarrn bekam; auch benannt die alpenrepublik;
dort gab es auch gesang, eine dame mit einem pilzroten kopftuch, und
flieder satt.



Mai 4, 2007
der letzte pilz
der letzte pilz von neustadt
da liegt er, wunderschön, aber quasi gebrochen, einer der vielen
pilze die in letzter zeit ihr leben lassen mussten.
aber da ist er, kojak, der letzte pilz von neustadt, der einzige und
schönste, stattlichste fliegenpilz im ganzen viertel; mit kojak, dem
letzten pilz von neustadt, werden wir ein paar tage durch die stadt
ziehen, damit er den menschen dort glück bringt. am ersten mai werden
wir beginnen,und ziehen herum bis sonntag. ich bin nur den ersten tag
dabei. aber bei ihm bleiben und darauf achten dass ihn keiner isst,
wird sein entdecker und mentor, der tierarzt und pilzsammler dr.
klaus jürgen grawe.
auch werden wir versuchen eine frau für den pilz zu finden, damit er
seine sporen weitertragen kann, und so sein glück, über viele kleine
pilzgenerationen in und für neustadt verteilt
so breche ich jetzt auf, zum gartenfestival nach bremen,
(www.jungestheater.de, den pilz haben sie aber vergessen, im programm
zuerwähnen; so ist das wenn man der letzte ist, alle denken man wär
garnicht erst da), um kojak zu begleiten, der das glück nach neustadt
bringen wird, und hoffe ich kann euch in ein paar wochen von einer
rauschenden pilzhochzeit berichten
esst keine pilze!
es winkt
cora frost
April 18, 2007
frost in berlin, jetzt.
liebe frostblogger
ich bin ja nun wieder hier in berlin und spaziere hin und her und
betrachte alles, die menschen mit den bierflaschen und die häuser,
fenster nachts, und muss aufpassen beim anblick von kirschblüten
nicht hysterisch zu werden. da bin ich wohl ganz japanisch und
gedenke der samurais.
und ich spiele unser programm zucker und butter ja jetzt zum letzten
mal in berlin (premiere freitag der 20.- heute am 18. hallo berlin
fab und am 19. zibb.rbb, im tv).
im tip stand in einer ankündigung, ich würde meine musik wirken
lassen, mit hilfe meiner stimme und tieren. das erste mag so ungefähr
hinkommen, mit meiner stimme, hm, aber mit tieren? leider sind wir ,
bin ich noch nicht soweit , mit tieren zu musizieren.es mag
vielleicht schon konzerte geben für hunde und wale und ich hätte
nichts gegen ein richtig fettes schwein im schaukelstuhl, dass
gemütlich meiner musik lauscht, und es sich fein gehn lässt. es
müsste sich auch nicht benehmen. überhaupt nicht. aber mit tieren
musizieren. leider jetzt noch nicht. mal sehen wie lang die evolution
uns noch zappeln lässt. ich bleibe dran.
kommt vorbei! wir sind da und musiziern, ohne tiere(naja,es gibt eine
falsche katz). aber wir haben ja auch grad erst aufrecht laufen
gelernt, vor kurzem, dass muss reichen
adios
corales
Kindergarten




